Soll ich mir das Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM Objektiv kaufen?

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Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM Objektiv
Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM Objektiv

Soll ich mir das Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM Objektiv kaufen? Diese Frage stelle ich mir schon seit geraumer Zeit.
Als Landschaftsfotograf (wohl gemerkt ist es ein Hobby!) benötigt man ja oftmals ein sehr weitwinkliges Objektiv. Sprich; ein Ultraweitwinkel. Canon hat 2014 das Weitwinkelobjektiv EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM rausgebracht. Vorteil des Objektives ist in meinen Augen ganz klar der Bildstabilisator (IS). Durch diesen sollten auch Weitwinklige Aufnahmen zum Beispiel in einer großen Kirche möglich sein. Denn hier ist ja oftmals das Verwenden eines Statives nicht gestattet.

Kommen wir aber noch mal auf mich zurück. Wie gesagt, als Landschaftsfotograf benötigt man sehr oft einen hohen Weitwinkel. Die Standard 18mm meines 18-135mm STM Objektives reichen da mitunter nicht aus. Dann muss man sich behelfen, indem man ein Panorama aus mehren Bildern erstellt oder aber weiter zurück vom Motiv geht. Letzteres funktioniert nicht immer. Entweder man kann nicht weiter zurück oder man hat dann wieder störende Elemente im Vordergrund. Bei einem Panorama hat man wieder die Arbeit mit dem Nachbearbeiten (Stichen und so weiter).

Zu erst dachte ich auch an das Canon 16-35 mm 1:4 L IS USM* Objektiv. Endlich mal ein L-Objektiv mit roten Ring besitzen. Grandiose Bildqualität soll es ja bieten. Immerhin hätte ich 2mm mehr Weitwinkel an meiner Canon 70D. Aber wenn man mal überlegt, dass Objektiv ist ja eigentlich für eine Vollformatkamera wie zum Beispiel eine Canon 6D gebaut worden. Außerdem entsprechen die 16mm an Vollformat genau die 10mm an einer Crop-Kamera. Dazu kommt der horrende Preis und das massive Gewicht des Objektives. Somit fiel das tolle L-Objektiv für mich doch flach.

Die verschiedenen Weitwinkelobjektive

Stattdessen schaute ich was es für Objektive von 10mm+ für meine meine Canon 70D gibt. Mit Überraschung erkannte ich, dass der Markt einige Weitwinkelobjektive bietet. Nicht nur von Canon, auch von Sigma, Tokina oder Tamron.

Es gibt sie in diversen Ausführungen. Mal Lichtstark, mal weniger Lichtstark. Mal mit 10mm Startbrennweite, mal mit 11mm Startbrennweite. Mal mit durchgehender Blende, mal mit variabler Blende, je nach Brennweite.

Für was man sich nun entscheidet, liegt natürlich auch wieder etwas im Anwendungsbereich. Ich selbst will mit einem Ultraweitwinkel viel Landschaft auf das Bild bekommen. Landschaften fotografiere ich eigentlich immer ab Blende 8 aufwärts um einen durchgehende Schärfe zu erhalten. Somit würde ich keine durchgehende Blende von 3,5 oder gar 2,8 benötigen. Wer aber gerne die Milchstraße fotografieren möchte, sollte dann doch lieber zu einem Lichtstarken Objektiv greifen. Wobei man sich da eventuell sogar noch eher für deutlich lichtstärkeres Objektiv (Festbrennweite) entscheiden sollte.

In meiner nachfolgenden Liste habe ich die für mich relevanten Ultraweitwinkel-Objektive aufgelistet.

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Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM
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Sigma 10-20 mm F3,5 EX DC HSM
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Canon EF-S 10-22mm 1:3,5-4,5 USM
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Tokina AT-X 11-16mm f/2,8 Pro DX II
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Tamron 10-24mm F/3,5-4,5 SP Di II LD ASL IF
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Wie entscheidet man sich nun?

Um mich nun für ein Weitwinkelobjektiv entscheiden zu können, habe ich neben Foren, natürlich auch YouTube-Videos geschaut. Hier wurde zum Beispiel auch das oft sehr hoch gelobte Tokina 11-16mm 2.8 gereviewd.
Das Tokina soll zum Beispiel aufgrund der Lichtstärke von 2.8 recht gut für Milchstraßenfotos sein. Ich finde die Fotos zwar sehr schön anzusehen, allerdings hatte ich bisher noch nicht vor die Milchstraße zu fotografieren. Dazu kommt, dass man die Milchstraße hier im Norden sowieso äußerst schlecht sieht. Es sind ja doch überall Umgebungslichter vorhanden. Insofern benötige ich vorerst kein Lichtstarkes Ultraweitwinkel Objektiv. Außerdem hat das Tokina laut Video extreme Chromatische Aberrationen. Also es ist äußerst lilastichig.

In dem Video hat im Grunde das Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM* am Besten abgeschlossen. Zumindest von der Bildqualität. Die Chromatischen Aberrationen sind außerdem deutlich geringer als bei dem Canon 10-22mm und dem Tokina 11-16mm 2.8. Dazu kommt der momentane Straßenpreis von ungefähr 225€. Also eigentlich müsste man da ja zuschlagen oder nicht?

Ein paar negative Punkte

Allerdings lese ich auch immer wieder ein paar Berichte, dass das Objektiv wohl eine relativ hohe Serienstreuung besitzt. Einige Objektive sollen ziemlich matschig von der Bildqualität sein. Außerdem nimmt die Schärfe zum Rand (deutlich?) ab.

Ein weiterer negativer Punkt zum Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM*, ist die Tatsache, dass es nur ein Kunststoffbajonett hat. Das finde ich in der Tat äußerst schade. So bin ich doch bisher bei all meinen Objektiven (auch wenn es nicht sonderlich viele sind) ein Metallbajonett gewohnt. Hier hätte ich mir das bei dem 10-18mm Ultraweitwinkel auch gewünscht. So trägt so ein Metallbajonett doch wesentlich zur Stabilität und Langlebigkeit bei. Das neue Canon 50mm f/1.8 STM* hat ja nun auch ein Metallbajonett bekommen.
Schade Canon! Ich wäre sogar bereit 50€ mehr zu bezahlen! Es macht einfach einen wertigeren Eindruck als so ein Kunststoffbajonett.

Ein weitere negativer Punkt ist die STM-Funktion. Für Videos mag sie durch ihren geräuschlosen Antrieb zwar ideal sein, für das Fotografieren ist es aber nicht möglich den Fokus auf zum Beispiel unendlich zu drehen. Das störte mich schon bei meinem 18-135mm STM Kit-Objektiv.

Mein Fazit

Ein richtiges Fazit kann ich mangels Objektiv ja noch gar nicht geben. Aber trotz der oben genannten negativen Punkte, denke ich das es doch ein gutes Objektiv zu dem genannten Preis von ungefähr 225€ ist. Ich denke ich werde es einfach mal kaufen und ausprobieren. Eventuell schreibe ich dann ja noch mal einen ausführlichen Bericht zum Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM Objektiv

Eure Erfahrungen

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM Objektiv? Konntet ihr schon welche machen? Habt ihr Anmerkungen zu dem Objektiv?

Schreibt es mir in die Kommentare.

 

5 KOMMENTARE

    • Hallo Rita,
      vielen Dank für deinen Tipp! Ich schaue mir das Video mal an. Aber ich denke auch das ich mir das 10-18mm kaufen werde. Ich finde den Stabilisator im Objektiv sehr hilfreich. Vor allem weil ich ja doch manchmal recht zittrige Hände habe 🙂

      Viele Grüße, Pascal

  1. Moin Pascal, das 10-18mm nutze ich überhaupt nicht. Hatte mir das zum einen für Landschaften aber vor allem für Innenaufnahmen (Hotels, Kirchen und Co.) geholt. Nutze aber eigentlich nur noch mein 16-35 L Objektiv. Daher kann ich das gar nicht mehr so beurteilen. Wie du aber geschrieben hast, der Ultraweitwinkel ist vor allem für statische Innenaufnahmen sehr gut geeignet. Die Frage ist, ob man das wirklich braucht. Bei mir hat sich ein klares nein herausgestellt.

    • Hallo Stefan,

      ja ich hatte mal im DSLR-Forum nachgefragt welches ich mir holen soll, da ich das 16-35mm 4L auch sehr schön finde und für Vollformat wäre es auch mein absoluter Favorit. Nur ist das 16-35mm 4L bei 16mm ja an einer Vollformat die 10mm an einer Crop (Canon 70D). Wenn man also sozusagen, den selben Bildausschnitt wie im Vollformat haben möchte, benötigt man ja so eine Art „Pendant“. Das wäre dann (mal abgesehen von der Bildqualität) das 10-18mm (so ungefähr).

      Merkt man die 16mm mehr Weitwinkel an der Crop-Kamera? Und merkt man auch eine bessere Bildqualität? Ist die 70D nicht vom Objektiv überfordert? Hast du ein (gutes) RAW-Bild welches du mir mal zeigen könntest ? Ich glaube ich muss das Objektiv auch mal im Laden ausprobieren.

      Gruß Pascal

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