Fotografieren lernen: 5 Tipps für bessere Fotos

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Du bist Fotoanfänger und fragst dich, wie die ganzen tollen Fotos die es auf flickr und Instagram gibt, entstanden sind und möchtest auch solche Fotos machen? Dann habe ich hier 5 Tipps für dich um bessere Fotos zu machen. Für gute Fotos braucht man kein Equipment für mehrere tausend Euro. Es reicht schon eine gute Kompaktkamera. Selbst wenn du nur Handyfotos machst, werden dir sicher die einen oder anderen Tipps von mir zu einem deutlich besseren Foto verhelfen. Dabei geht es mir noch gar nicht um die richtigen Einstellungen an deiner Kamera. Viel mehr sind diese Tipps die Grundlage für dein Basiswissen, um mit Deiner Digitalkamera richtig fotografieren zu lernen. Sie sollen dich außerdem gestalterisch nach vorne bringen!

1. Die Drittelregel

die drittelregel fuer bessere fotos fotografieren lernern
In diesem Bild sieht man die Drittelregel eines Bildes (Bildquelle: Wikipedia)
Die Drittelregel ist eine Gestaltungsregel in der Fotografie. Mit ihr teilt man das Bild Gedanklich in neun Teile auf. Man zieht vor seinem inneren Auge zwei waagerechte und zwei horizontale Linien durch das Bild. Das zu fotografierende Motiv wird dann auf eines der vier Schnittpunkte gesetzt. Eventuell hat deine Kamera auch eine Option um diese Lininien auf dem Display oder dem Sucher anzeigen zu können. Ich besitze die Canon 70D und die hat diese Linien im Sucher (und im Display) und vereinfacht mir die Arbeit ungemein.
Durch das Platzieren des Motives auf einen der Schnittpunkte wird das Bild schon mal deutlich spannender, als wenn man sein Motiv immer nur in der Bildmitte platziert. In dem Bild links, sieht man schon sehr gut wo das Motiv platziert wurde. Nämlich auf den rechten unteren Schnittpunkt. Damit hat man außerdem einen viel größeren Ausschnitt des Himmels erreicht. In diesem Zusammenhang lohnt es sich auch, wenn du dich einmal mit dem Thema “der goldene Schnitt” beschäftigst.

2. Die Kamera-Perspektive

Rudbeckia Blume
Rudbeckia Blume in Augenhöhe der Blume fotografiert,
anstatt von oben herab. Sieht doch deutlich spannender aus oder nicht?
Wichtig für bessere Fotos ist neben der oben genannten Drittelregel, auch die Perspektive. Anfänger neigen dazu einfach und bequem Fotos zu machen. Dabei kann das Fotografieren auch mal sehr anstrengend werden. Was ich damit sagen will ist; sucht Euch eine neue Perspektive. Bewege dich auf Augenhöhe mit dem Motiv. Geht auf die Knie oder wenn nötig, legt Euch auf den Boden und fotografiert von weiter unten oder steigt irgendwo rauf und fotografiert Euer Motiv von weiter oben. Fotos aus der „stehenden Augenperspektive“ sind oftmals langweilig.

3. Das richtige Licht

Seebrücke Sellin Rügen gefiltert
Seebrücke Sellin Rügen gefiltert. Die Lichtstimmung kommt vom Sonnenuntergang.
„Von Zwölf bis Drei hat der Fotograf frei“ – Eventuell hast du diesen Spruch schon mal gehört. Er bedeutet eigentlich folgendes: Zwischen Zwölf und Drei steht die Sonnen sehr hoch und „knallt“ ziemlich runter. Wenn man nun zum Beispiel Landschaften fotografieren möchte, wird ohne zusätzliche Grauverlaufsfilter der Himmel sehr wahrscheinlich ausbrennen. Hier würde ich empfehlen in den morgendlichen Stunden oder in den abendlichen Stunden zu fotografieren. Das Licht ist hier deutlich weicher und angenehmer. In den Zeiten vom Sonnenauf- und Sonnenuntergang verändert sich das Licht sogar minütlich. Dafür hat man aber wundervolle Farben im Himmel!

4. Die richtige Tiefenschärfe

Pia Model Shooting
Porträtfoto – Das Gesicht des Models ist scharf und der Hintergrund (gewollt) unscharf.
Je nachdem was du fotografieren möchtest, bietet es sich an, die Tiefenschärfe zu verringern oder auch zu erhöhen. Bei einer Landschaftsaufnahme möchtest du wahrscheinlich alles scharf haben, hier empfehle ich Blende Acht bis Sechzehn. Alles darüber, wird wieder etwas unscharf, wegen der Beugungsunschärfe des Objektives.
 
Bei einem Porträt will man ja das Gesicht der Person scharf haben. Normalerweise soll sich das Gesicht dann auch vom Hintergrund abheben. Dafür empfiehlt sich dann keine Blende Acht bis Sechzehn, sondern eine deutlich niedrigere Blende. Je nachdem was für ein Objektiv du nutzt empfiehlt sich eine Blende von 2,8 oder sogar darunter. Für Porträt eignet sich an einer Crop-Kamera zum Beispiel ein 50mm 1,8 (gibt es eigentlich für alle gängigen Spiegelreflexkameras und von jeder Marke wie Nikon, Canon oder Pentax). Wer nur eine Kompaktkamera oder eine Handykamera hat, der kann, sofern es einen „Porträtmodus“ gibt, diesen verwenden.

Das kann man aber natürlich auch bei anderen Motiven so machen.

5. Weniger Fotos machen, dafür aber bessere Fotos

Als fünften Tipp um bessere Fotos zu machen, kann ich Euch mitgeben, macht so viele Fotos wie nötig, aber so wenig wie möglich. In der heutigen Zeit kann man ganz einfach per Smartphone und durch die digitale Fotografie und den immer größer werdenden Speicherkarten unmengen an Fotos machen. Die Frage ist, werden das gute Fotos und guckt ihr sie euch wieder an? Wahrscheinlich nicht. Außerdem würde ich mir immer Gedanken machen, wie, was, warum und womit will ich das Motiv ablichten. Wenn man sich diese Fragen innerlich schon im Vorwege stellt, geht man auch ganz anders an das Fotografieren heran. Man fotografiert bewusster und „knippst“ nicht einfach drauf los. Somit macht man eigentlich schon von ganz allein weniger Fotos.

Dazu kommt das spätere sichten und aussortieren der Fotos. Hat man zu viele Fotos gemacht, kann das schon mal einen halben Tag in Anspruch nehmen. Wer will das schon? Also lieber aus dem Urlaub mit 500 Fotos anstatt mit 2500 wieder zurückkommen.

Eure Erfahrungen

Konnten meine Tipps Euch helfen? Kanntet ihr die Tipps schon? Wie sind Eure Erfahrungen beim Fotografieren?

Schreibt es mir in die Kommentare.

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